Bad HCI #3: Kodak Create@Home Software

Ein weiteres Beispiel für schlechte HCI ist die “Kodak Create@Home”-Software. Ich habe schon viele Fotobücher erstellt und habe dabei unter anderem die Software von Fotobuch.de, Cewe und PixelNet genutzt. Jede Software hat dabei so ihre Eigenarten. Je nachdem ob die Programme für das schnelle, unkomplizierte Fotobuch oder eher für den professionellen Anwender gedacht sind, unterscheidet sich die Bedienung erheblich.

Auf die Kodak-Software bin ich aufmerksam geworden, weil mit dieser in Kooperation mit dem Drogeriemarkt “dm” der Ausdruck sofort möglich ist. Dabei wird das Buch am PC vorbereitet und in im Markt mittels eines Automaten ausgedruckt.

Die Software ist dabei eher für das schnelle Fotobuch gedacht. Ein Asistent verteilt bei Bedarf automatisch die Fotos auf die einzelnen Seiten. Dafür sind einige, erweiterte Funktionen schwer zu finden bzw. fehlerhaft:

  • Die alphabetische Sortierung der Fotos (alle ordentlich durchnummeriert) funktioniert nicht zuverlässig. Einige Bilder werden an falscher Stelle (in der Vorschau-Leiste) eingebunden.
  • Bei einem Bildschirm mit 1280 x 1024 fehlen in der untersten Leiste einige wichtige Werkzeuge, unter anderem “Text hinzufügen”, da sie von anderen Elementen überlappt werden.
  • Das nachträgliche Beschneiden eines Bildes ist nicht im gewohnten Stil möglich. Stattdessen muss man das Scrollrad der Maus verwenden und kann damit quasi in das Bild hineinzoomen.
  • Bilder in scheinbar zu hoher Auflösung (digitale Spiegelreflexkamera) können u.U. nicht geladen werden.
  • Wird ein auf der Festplatte gespeichertes Bild nachträglich dort geändert, dann wird die Änderung zwar in den Editor übernommen, eine Änderung der Bild-Proportionen jedoch nicht. Hier hilft nur ein Neustart des Programms.

kodak_bad-hci

Bad HCI #2: MP3-Player im Autoradio

Ein weiteres Beispiel für Bad HCI ist ein Autoradio eines Markenherstellers. Dieses bietet im MP3-Player eine Liste von Titeln an. Je nachdem wie viele Titel auf dem jeweiligen USB-Stick oder der CD gespeichert sind kann die Liste natürlich sehr lang werden. Dementsprechend wird auch eine Scroll-Funktionalität angeboten. Auf das Display passen ca. 8 Titel gleichzeitig.

Beim Abspielen eines Titels wird die Liste weiterhin angezeigt und der aktuelle Titel markiert. Soweit so gut – schließlich sieht man nun die Historie und die kommenden Titel. Ist ein Musikstück zu Ende springt der Player automatisch zum nächsten.

Das Beispiel für schlechte HCI macht sich bemerkbar sobald Titel 9 oder größer abgespielt wird. Die Liste der Titel wird nicht automatisch weitergescrollt, der aktuell markierte Titel sowie alle folgenden befinden sich somit außerhalb des sichtbaren Bereiches!

Beispielhaftes Bild: Autoradio

Beispielhaftes Bild: Autoradio

Wissenschaftliches Arbeiten | 2) Abstract

Der Artikel „V2X-d: a Vehicular Density Estimation System that combines V2V and V2I Communications“, vorgestellt im Rahmen der „Wireless Days 2013″ in Valencia, Spanien  und veröffentlicht unter IEEEXplore, befasst sich mit intelligenten Systemen zur Verkehrsflussüberwachung. Es werden die Vor- und Nachteile vorhandener Techniken der Stauerkennung im Straßenverkehr betrachtet und eine alternative Lösung durch die Autoren evaluiert.

Bisherige,  konventionelle Systeme zur Messung der Verkehrsdichte setzen in der Regel auf fest installierte Sensoren und Kameras. Die Qualität der daraus gewonnenen Ergebnisse ist zwar sehr hochwertig, aufgrund der notwendigen Infrastruktur können Städte nach Einschätzung der Autoren jedoch nicht vollständig abgedeckt werden.

Weitere Technologien, unter anderem zur Kommunikation zwischen Fahrzeugen (V2V / Vehicle to Vehicle) ermöglichen ebenfalls die Messung der Verkehrsdichte, haben jedoch den Nachteil, dass aufgrund der verwendeten Funkübertragung nur die Verkehrsdichte in der näheren Umgebung ermittelt werden kann. Frühzeitige Maßnahmen bei hoher Verkehrsdichte, zum Beispiel eine Stauumfahrung, können in der Regel nicht durchgeführt werden.

Die Kommunikation von Fahrzeugen mit fest installierter Infrastruktur (V2I / Vehicle to Infrastracture), welche sogenannte RSUs (Road-Side-Units) einsetzt, umgeht dieses Problem. Allerdings ist bei dieser Lösung wieder die Installation von Infrastruktur notwendig.

In dem Artikel wird ein daher Ansatz vorgestellt, bei dem die beiden Techniken der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und die Kommunikation von Fahrzeugen mit Infrastrukturelementen verbunden wird. Die Autoren bezeichnen die neue Technik als V2X.

Nach Angabe der Autoren verbindet die vorgeschlagene Lösung verbindet die vorhandenen Techniken miteinander um deren Vorteile zu nutzen und die jeweiligen Nachteile zu minimieren.

Um den Nachweis der Wirksamkeit dieser neuen Technik zu führen, haben die Autoren eine Simulation mit dem Netzwerksimulator ns-2 durchgeführt und ausgewertet.

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Bad HCI #1: Headset

Ein Beispiel für ein schlechtes User-Interface ist das Samsung WEP-450 Headset. Dieses Modell verbindet sich über Bluetooth mit dem Handy/Smartphone und verfügt über lediglich 2 mechanische Tasten. Einem runden Knopf auf der Front (siehe Bild ganz links) und einer Schaltwippe an der Seite.

Mit der Schaltwippe kann die Lautstärke während eines Gespräches geregelt werden, das ist auch soweit in Ordnung und erwartungsgemäß.

Der zentrale Knopf auf der Front verfügt jedoch je nach Gerätezustand über mehrere Funktionen. Er ist zudem mit einem blauen oder roten Hörer-Symbol beleuchtet. Bei eingeschaltetem Headset kann man mit einem kurzen Druck einen Anruf annehmen bzw. wieder auflegen.

Der unerwartete Zustand tritt jedoch ein, wenn man das Gerät einschalten oder in den Bluetooth-Kopplungsmodus versetzen möchte:

Im ausgeschalteten Zustand:

  • Ein kurzer Druck schaltet das Headset ein.
  • Ein etwas längerer Druck führt dazu, dass die Beleuchtung blau blinkt, die weitere Funktion ist aber unklar.
  • Erst ein sehr langer Druck (ca. 5 s) führt dazu, dass die Beleuchtung dauerhaft eingeschaltet bleibt und der Bluetooth-Kopplungsmodus aktiv ist.

Im Eingeschalteten Zustand:

  • Ein kurzer Druck nimmt ein Gespräch an, legt auf bzw. aktiviert die Wahlwiederholung im Handy.
  • Ein langer Druck schaltet das Headset aus.

Die vielen verschiedenen Funktionen des zentralen Knopfes erschließen sich dem Anwender nicht sofort. Insbesondere Sonderfunktionen wie das Koppeln per Bluetooth erfordern eine spezielle Anwendung, die nur der Bedienungsanleitung entnommen werden kann.

In Anbetracht der Größe des Headsets können natürlich nicht beliebig viele Tasten untergebracht werden. Eine transparentere Funktion wäre jedoch wünschenswert.

Headset - Samsung WEP 450

Headset – Samsung WEP 450

Wissenschaftliches Arbeiten | 1) Artikelauswahl

Ausgewählter Artikel: V2X-d: a Vehicular Density Estimation System that combines V2V and V2I Communications

Dieser Artikel worde auf den “Wireless Days 2013″ in Valencia, Spanien vorgestellt und ist unter IEEEXplore veröffentlicht.

Als Alternative stand “Mobile phone data from GSM networks for traffic parameter and urban spatial pattern assessment: a review of applications and opportunities” zur Auswahl. Dieser Artikel wurde jedoch ausschließlich in einem Journal veröffentlicht und erfüllt daher nicht sicher die Anforderungen an eine peer-reviewed Artikel.

Abschlussreflexion: Web 2.0 und die Gesellschaft

Nach über 10 Lehrveranstaltungen und Projekten zu den Themen:

  • Web 2.0 und die Gesellschaft
  • Identität im Web 2.0
  • Wissen und Kollaboration
  • Kultur und Recht 2.0
  • Nachrichten und Politik 2.0
  • Enterprise 2.0
  • Digital Diversity or Divide?
  • Lernen im Web 2.0
  • Digital City: Web 2.0 in der Stadt

hat sich das Zusatz-Modul “Web 2.0 und die Gesellschaft” an der BHT-Berlin dem Ende genähert. In diesem E-Portfolio habe ich das Material, welches im Rahmen dieses Kurses entstanden ist gesammelt und möchte nun als letzten Beitrag eine Abschlussreflexion schreiben…

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